Das Aus für ISDN: Fünf Tipps für den Umstieg auf IP-Telefonie



Gut gerüs­tet für die Zukunft von VoIP

Die Tage von ISDN und der klas­si­schen Tele­fon­an­lage sind gezählt. Bis Ende 2018 will die Deut­sche Tele­kom alle Kun­den auf Internet-​Telefonie umstel­len. Zwar ermög­li­chen man­che Anbie­ter noch eine Gna­den­frist bis 2022, jedoch soll­ten Unter­neh­men nun recht­zei­tig mit ihrer Migra­ti­ons­pla­nung begin­nen, denn an der Zukunft von VoIP führt kein Weg vor­bei. Die IP-​Telefonie bie­tet zudem einige Vor­teile gegen­über ISDN. Beim Umstieg soll­ten Unter­neh­men aber auf ein paar Punkte ach­ten, um einen rei­bungs­lo­sen Geschäfts­be­trieb sicher­zu­stel­len.

Beson­ders im Geschäfts­all­tag bie­tet IP-​Telefonie Unter­neh­men eine Reihe von Vor­tei­len, zum Bespiel die hohe Fle­xi­bi­li­tät durch orts­un­ge­bun­de­nes Arbei­ten sowie einer Reihe von Zusatz­funk­tio­nen. So kön­nen Mit­ar­bei­ter auch außer­halb des Unter­neh­mens über ihre gewohnte Festnetz-​Dienstnummer via Inter­net tele­fo­nie­ren, ob unter­wegs, im Außen­dienst oder bei der Arbeit im Home-​Office. Hier­für muss ledig­lich ein Software-​Telefon auf dem Lap­top, Tablet oder Smart­phone instal­liert sein. Über den Brow­ser kön­nen ein­fach Ruf­um­lei­tun­gen ein­ge­rich­tet oder bestimmte Ruf­num­mern gesperrt wer­den, und Prä­senz­in­for­ma­tio­nen, Chats oder indi­vi­du­elle Mail­bo­xen sind bei IP-​Anlagen noch ein­fa­cher bedien­bar und bes­ser ins Sys­tem ein­ge­bun­den. Der Ein­satz von Soft­pho­nes erlaubt es zudem, ver­schie­dene Schnitt­stel­len ein­zu­rich­ten, etwa zum Exchange-​Programm von Out­look. Kon­takte kön­nen so bequem aus­ge­wählt und ange­ru­fen wer­den. Wei­ter­hin bie­tet VoIP fle­xi­ble Ska­lier­bar­keit: IP-​Anlagenanschlüsse, soge­nannte „SIP-​Trunks“, stel­len eine varia­ble Anzahl an Sprach­ka­nä­len bereit, ohne, dass ein neues Netz­ab­schluss­ge­rät oder neue Kabel ver­legt wer­den müs­sen. Unter­neh­men buchen neue Kanäle ein­fach online hinzu.

Fünf Tipps für den rei­bungs­lo­sen Umstieg auf IP-​Telefonie:

1: Sich von Alt­las­ten befreien und keine alte Tele­fon­an­lage hoch­rüs­ten.

Zwar ist es mög­lich, beste­hen­des ISDN-​Equipment über­gangs­weise über Gate­ways und Rou­ter auch an einem IP-​Anschluss zu betrei­ben, jedoch ist dies keine zukunfts­fä­hige Lösung. ISDN-​Anlagen sind Aus­lauf­mo­delle, für die es keine Wei­ter­ent­wick­lung geben wird. Statt hier in eine Zwi­schen­lö­sung zu inves­tie­ren, die nicht alle Zusatz­funk­tio­nen der neuen IP-​Technik bie­tet und auf Dauer nicht Schritt hal­ten kann, emp­fiehlt es sich, bes­ser gleich auf eine neue reine IP-​Anlage zu set­zen. Denn die Kos­ten für eine Auf­rüs­tung der Alt­an­lage sind nicht zwin­gend güns­ti­ger und diese wird den­noch im Laufe der Zeit ver­al­ten. Statt eine eigene TK-​Anlage zu kau­fen und zu betrei­ben, bie­tet sich hier zudem die Mög­lich­keit an, die Tele­fo­nie als Ser­vice aus der Cloud zu bezie­hen.

2: IP-​Technik bes­ser mie­ten statt kau­fen

Die IP-​Welt ändert sich stän­dig und schnell. Um selbst fle­xi­bel zu blei­ben, emp­fiehlt es sich, keine neue Anlage zu kau­fen, son­dern eine Vor-​Ort-​Anlage zu mie­ten oder eine Cloud-​Lösung zu wäh­len. Die monat­li­chen Kos­ten unter­schei­den sich hier­bei nicht erheb­lich. Bei einer Cloud­lö­sung bezieht das Unter­neh­men die Ser­vice­leis­tung auf Miet­ba­sis und der Anbie­ter hält die Anlage bei sich vor Ort auf dem aktu­el­len Stand der Tech­nik. Ver­bun­dene War­tungs– und Strom­kos­ten im Unter­neh­men selbst ent­fal­len. Ein wei­te­rer Vor­teil eines Miet­mo­dells besteht in der steu­er­li­chen Absetz­bar­keit: Im Gegen­satz zu einer ein­ma­li­gen Inves­ti­tion in ent­spre­chende Hard­ware, kön­nen die Miet­kos­ten als lau­fende Kos­ten abge­setzt wer­den.

3: Sanfte Migra­tion der neuen IP-​Anlage für rei­bungs­lo­sen Geschäfts­be­trieb wäh­len

Wäh­len Sie einen Anbie­ter, der eine sanfte Migra­tion durch­füh­ren kann und nicht auf einen Schlag alles umstellt. Bei der sanf­ten Migra­tion von IP-​Telefonie zum beste­hen­den Sys­tem exis­tie­ren vor­rü­ber­ge­hend beide Tech­no­lo­gien par­al­lel. Erst, wenn alles ein­ge­rich­tet ist und alle inter­nen Tests erfolg­reich waren, wird kom­plett auf VoIP umge­stellt. Dies ver­mei­det den Total­aus­fall der Tele­fon­an­lage im lau­fen­den Geschäfts­be­trieb.

4: Schnelle Inter­net­ver­bin­dung

Ach­ten Sie dar­auf, dass Sie über eine schnelle Inter­net­an­bin­dung ver­fü­gen, die spe­zi­ell auf IP-​Telefonie aus­ge­rich­tet ist, sonst sto­cken die Gesprä­che oder kön­nen ganz abrei­ßen. Am bes­ten bespre­chen Sie dies mit dem Anla­gen­ein­rich­ter, der die von Ihnen benö­tigte Tele­fon­an­lage und ent­spre­chende Band­breite genau auf­ein­an­der abstim­men kann.

5: Peripherie-​Geräte prü­fen las­sen

Las­sen Sie vom Anla­gen­ein­rich­ter zudem prü­fen, ob und wie Peripherie-​Geräte wie bei­spiels­weise Gegen­sprech­an­la­gen, Tür­klin­gel oder Fahr­stuhl in die IP-​Welt ein­ge­bun­den wer­den kön­nen.

IP-​Telefonie bie­tet mit der hohen Fle­xi­bi­li­tät und Ska­lier­bar­keit sowie hilf­rei­chen Zusatz­fea­tures viele Plus­punkte im Geschäfts­all­tag. Zugleich gilt auch hier: Wer bil­lig kauft, kauft zwei­mal. Wäh­len Sie des­halb einen IP-​Anlageneinrichter nicht nur über den Preis aus. So stel­len Sie einen naht­lo­sen Umstieg auf die IP-​Technologie sicher und kön­nen die Vor­teile der neuen Tech­no­lo­gie auch wirk­lich voll aus­schöp­fen.